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Ein Strickblog

 
Die verstrickte Dienstagsfrage 6/2011
Dicke Garne sind momentan "in", werden in Frauenzeitschriften für die dortigen Modelle verwendet und finden sich verstärkt in Wollgeschäften.
Wie hältst Du es damit? Verwendest Du solche Garne? Wenn ja, wofür? Bist Du zufrieden mit den Ergebnissen? Und was ist für Stricknadelstärken Dein Komfortbereich?
Vielen Dank an Jinx für die heutige Frage!

Tja, man fragt sich. "In" sind die dicken Garne sehr wohl schon eine ganze Zeit. Meines Erachtens liegt das an der Verlockung, innerhalb weniger(!) Tage ein Erfolgserlebnis zu haben. Und an spindeldürren, großen Menschen sieht das auch super aus.
Ich habe selber keine Lust, wie das Michelin-Männchen rumzulaufen und verwende kaum was über Nadelstärke 5.
Allerdings muss ich in meinem Nebenjob ganz oft Sachen mit 7er, 10er oder gar 12er Nadeln stricken. Das ist schon schrecklich weil man für jede Masche gefühlt einmal um den Erdball muss. Andererseits hat die Qual dann nach drei bis vier Tagen schon wieder ein Ende. Das hat schon was... Tragen möchte ich die Dinger allerdings nicht. Nääää
(Ich probiere die nämlich oft an)

Lecker - lecker - lecker! Die Angela hat wieder Beute! Tolle Farben: Lila mit Grün. Bei Noro muss ich mich immer verkünsteln, um die Streifen möglichst schön zur Geltung zu bringen. Mein Hirn arbeitet schon...
Gestern war nämlich Mädel-Geburtstagsfeier und von meiner Seite gab es Selbstgemachtes.

Einen Pulli aus der Rebecca von vor einigen Jahren - hab jetzt gar kein Foto mit Inhalt. Naja. Pulli, eben.

Und ein Kissen - Zweitauflage von Posy of Flowers von Elian McCready. Diesmal nach dem Buch ohne bedruckten Stramin gemacht.


Ich rätsele ja nun schon seit über einem Jahr wieder regelmäßig bei gagolga. 2006 wurde ich durch andere Strickblogger darauf aufmerksam, habe die erste Staffel eher mäßig gut durchlaufen (da gab es noch Cheats im Netz, die Versuchung war zu groß), doch alles weitere wurde brav selber oder mit Hilfe der anderen gerätselt. Mir tut es gut, etwas für mein Hirn zu tun, da habe ich die Strickzeit-Verluste in Kauf genommen.
Dann kam im August die Querflöte dazu, da übe ich täglich eine bis eineinhalb Stunden.

Somit bleibt am Nachmittag nicht mehr viel Zeit zum Stricken und das Nachmittags-Ding wächst nur langsam: Eine Wurst mit sonderbaren Enden (ich zeige das Foto eh nur, um zu beweisen, dass Schwarz nun Schwarz ist). Ein Wickelpulli. Die Kenner erinnern sich. Ich habe nun auch verstanden, wie gewickelt bzw. verschlungen wird und bin schon ganz heiß, das Ding zu tragen.
Noch eine theoretische Erwägung: Da dieses Püllchen eher taillenkurz ist, eignet es sich eher dazu, über Kleidern (oder sehr langen Blusen) getragen zu werden.


Ich weiß noch nicht, ob ich den oberen Teil als Raglan (wie bei Autumn Rose) gestalten soll, oder doch einfach normale Armausschnitte nehmen soll. Daher habe ich das große Teil erst mal stillgelegt und die Ärmel begonnen. Hier wusste ich ja schon (könnte man meinen), wie es geht und habe den Saumrand provisorisch angeschlagen, um ihn anzustricken. Was ich dann prompt vergessen habe und drei Runden wieder auftrennen musste. Aber jetzt haben auch die Ärmel einen Saum und zwar einen schönen, flachen.
Man kann hier sogar erkennen (linke Bildmitte) wie die Maschen zusammengestrickt wurden.


Stimmt schon - ganz schön bunt! Aber letztlich sieht man hier, dass doch der Eindruck von Streifen überwiegt. Oder? Äh?
Piiiiink!
Jedenfalls konnte ich den unteren Rand beenden. Eigentlich wollte ich gestreifte Rippen - wie immer - machen, aber das war dann doch zu viel.
Ich mag Säume nicht sonderlich, weil die auftragen. Und hier musste ich sogar nähen! Ich nähe gerne, aber keine Säume! Entsprechend lange hat das gedauert.
Früher habe ich solche Säume meist gleich beim Abketten angehäkelt, aber ich irre mich zu oft bei der richtigen Stelle und eine Naht ist da schneller wieder aufgetrennt. Der gestrige Abend war jedenfalls die Hölle.


 

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