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Ein Strickblog

 
Die verstrickte Dienstagsfrage 35/2011
Seit einigen Jahren – noch bevor ich wieder mit dem Stricken begann ‑ bekam ich Probleme mit dem linken Handgelenk (bin Linkshänderin). Ob es nun ein Carpal-Tunnel-Syndrom oder doch eine Sehnenscheidenentzündung war, konnte nie ganz geklärt werden.
Jedenfalls schmerzt meine Hand bei großer Belastung. Inzwischen nicht mehr nur das Handgelenk, sondern auch der Handteller selbst. Sei es durch die PC-Arbeit (Tippen) im Büro, langes Nähen mit der Hand oder eben langes Stricken.
Meine Frage nun: Habt Ihr auch ähnliche Strick-Wehwehchen oder merkt Ihr die Beanspruchung der Hände?
Und kennt Ihr Übungen z.B. zur Entspannung für die Hände? Damit frau auch weiterhin fleißig stricken kann.
Vielen Dank an Elvira für die heutige Frage!


Liebe Elvira, bei so was hilft eine Operation am besten. Da wird das Karpal-Lager ausgeräumt und geweitet und die Schmerzen sind weg.
Ich habe eher Schmerzen in den Fingergelenken. Ganz normale Arthrose (Knorpelabnutzung). Da gibt es leider noch nix dagegen - :-) künstliche Fingergelenke sind noch ein Desiderat. Bisher gibt es ja vorwiegend Kniegelenke und Hüften. Aber eines Tages werden wir alle wie der Terminator bis in hohe Alter nach und nach innerlich aus Metall bestehen - wetten?
Äh, bin ich abgeschweift? :-)))

Spät abends ist Zeit für Pläne. Natürlich wühle ich wie ein Maulwurf im neuen Fine Tweed und habe nun ein keltisches Muster (oben links aus Celtic Charted Designs) ausgesucht. Mit Buntstiften ging erst mal die Farbverteilungs-Planung mühsam voran. Dann dachte ich, alles ist zu hell (rechts unten) und habe die Farben mal umgedreht (Hell-Dunkel - Mitte). Beide bunten Zeichnungen habe ich stark nachbearbeitet - Buntstifte sind ja schon etwas blass - dennoch hat das wenig mit den Originalfarben zu tun. Aber das Negativ funktioniert nicht, siehe auch hier (Original und Negativbild):

Hier sieht seltsamerweise (aber sicher nur aus technischen Gründen) das Negativ heller aus. Das Muster wirkt aber besser, wenn gleich breite helle Streifen das Muster bilden und Dunkel der Hintergrund ist.

Eigentlich wollte ich sowieso ein Muster, das etwas größere Farbflächen hat, damit man die bunten Möppel im Tweedgarn auch in der Fläche sieht. Das wird dann aber sehr großformatig. Andere Muster, die eher gestreift sind, also FI-mäßigere, die haben die Kalkulation der Farbmengen so schwierig gemacht, dass ich es gelassen habe.
Ich halte mich aber zurück. Erst mal müssen die Baumwoll-Sachen fertig werden.


Fertig: Recycling-Noro-Silk-Garden-Sock-Jacke :)
Diesmal nicht mit der Maschine sondern mit 4er Nadeln gestrickt und nun schön weich, bequem und ... bunt. Aber okay-bunt. Nicht doof-bunt. Und zu schwarzen Klamotten durchaus tragbar.
Inspiriert hat mich übrigens ein Drops-Modell.
(Man verzeihe mir die nassen Haare).


Die verstrickte Dienstagsfrage 34/2011
Immer wieder liest man, dass Strickstücke fertig gestrickt sind, aber nicht zusammen gefügt werden.
Macht ihr die Auswahl eurer Projekte von der zu erwartenden Näharbeit abhängig?
Vielen Dank an Michaela für die heutige Frage!

Nein, wirklich nicht. Davon abgesehen, dass ich wirklich gerne Matratzenstich nähe (und :))) Maschenstich), hat man bei vielen Nähten die Möglichkeit, aus den Fugen geratene Maschenproben zu korrigieren. Zum Beispiel: Die Schulternaht schön eng und fest genäht wirkt bei manchem Beinahe-Sack-Pulli Wunder. Und Nähen ist doch eine genauso schöne Handarbeit wie Stricken, oder? Ich verstehe das nicht...

Viel besser! Das Muster, das man gar nicht richtig sieht, besteht aus 5 M rechts und 1 M links. Das reicht als Kante. Und ich als Weltmeister im Maschenstich habe das im Nu unten dran genäht. Ha!

Herrlich bunt!

Eine Neuerwerbung. Dank lieben Besuchs war ich gestern in der Strickeria zu München. Oder habe ich meinen Besuch genötigt, dort mit mir hin zu gehen? :-)))
Und da wollte ich mir auch was gönnen: Rowan Fine Tweed. In Fair-Isle-geeigneten Tönen plus etwas Lang Donegal. Nicht dass mir im Herbst eine Beschäftigung fehlt...
Aber erst mal muss ich alles liegen und stehen lassen und ein Auftragsmodell herstellen.


 

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