Wie verhältst Du Dich, wenn Dich kurz vor Weihnachten die totale Strick- und Häkelunlust überfällt, Du aber noch jede Menge angefangene Projekte herumliegen hast, die eigentlich noch als Weihnachtsgeschenk fertig werden sollen?
Herzlichen Dank an Ute für die heutige Frage!
Hey, die Saison fängt doch gerade an und läuft zu ihrem heißen Höhepunkt vor Weihnachten an. Eine Strickunlust? Jetzt? Ha! Verzeih, aber das kommt erst wieder im Mai...
Das eigentliche Problem (nicht fertiggestellte Geschenke) kenne ich seit langem. Daher habe ich eine Strategie (pffft, kicher): Ich fange spätestens im September mit den gestrickten Weihnachtsgeschenken an, dann kann ich mich im Dezember ganz meinen eigenen Gelüsten hingeben, nur um dann zu erstarren, weil die ersten Geburtstage schon nahen...

Die einzig Wahre!

Anschließend kommt schon das Jane's Lace zur Kühlung der Knöchel, so scheint es. Die Ferse ist auch wieder im Hebemaschenmuster, die nenne ich jetzt mal Mr. Stringer Heel. Ich bin gespannt.... (auch auf das Inspector Craddock Toe :-).

Aber das wird wohl nichts werden. Denn das Garn, das so schön orange leuchtet, wird beim Verstricken noch kratziger. Andererseits kann ich dann gar nichts daraus machen (es handelt sich um Leicester-Wolle). Gar nichts.
Vielleicht trenne ich es noch nicht auf und überlege noch.

Ein nächtliches Blitzfoto zeigt die Fäden, die ich ständig vernähen muss. Einweben geht hier eh nicht, da braucht mir niemand was erzählen! Aber irgendwie macht mir das gar nix aus, das ist eine nette Arbeit, mit der man einige Löcher schließen kann... Das andere Vorderteil ist übrigens auch schon fertig gestrickt.
Was mich wirklich nervt ist die Tatsache, dass (zumindest) die deutsche Übersetzung der Anleitung voller Fehler ist. Die Taillierungsabnahmen (die habe ich eh abgeändert, jede zweite Reihe abzunehmen ist nicht sonderliche kleidsam) werden bei den Vorderteilen zu Zunahmen. Aber ganz schlimm ist der Druckfehler "weitere 13 Reihen stricken", bei den Vorderteilen sind es dann 3. Kein Wunder, dass meine Rosen beim Rückenteil so weit oben sitzen. Sehr ärgerlich! Sehr, sehr ärgerlich.
Ja, ich weiß, die schlaue Strickerin bestellt sich das Original aus England. jajajaja. Aber weiß man, ob der Fehler da nicht auch ist?

Jetzt gibt es endlich wieder was zu sehen, das Rückenteil von Botticelli. Das war vielleicht die Hölle. Selbst für mich. Denn es waren sehr, sehr viele Farben nebeneinander zu stricken und das Chaos war lähmend.
Das Ergebnis kann sich allerdings sehen lassen, auch wenn das Maschenbild wegen des handgeponnenen Garns etwas unruhig ist.
Es war anfangs so, dass überraschenderweise die Maschenprobe dann doch nicht gestimmt hat. Daher musste ich den Schnitt komplett umrechnen. Das Muster ist allerdings immer noch das Alte, daher sitzt es etwas breitflätschig oben. Aber es kommt ja noch der breite Lochmusterkragen oben dran. Hach, seufz, jetzt muss ich die gerundeten Vorderteile umrechnen, das wird kein Spaß...













