
Weil ich spontan erfahren habe, dass eine Kollegin morgen Geburtstag hat (wenn man gemeinsam (warn-)streikt, kommt man sich näher), musste ich nun doch mal Filzblüte probieren (eine). Und die ist auch relativ gut gelungen, für den ersten Versuch (also naja, relativ gut... nicht so wie die prachtvolle Mohnblüte in meinem Besitz, die als Vorbild diente).
Auf der (bisher vergeblichen) Suche nach einer neuen Sicherheitsnadel habe ich dann den wahren Schatz des Tages gefunden:

Das Python-Muster! Wahnsinn! Das stammt aus den späteren Achtziger Jahren aus der Brigitte. Die Raubtierzeit. Ich hatte es als verloren geglaubt und das Original ist auch tatsächlich weg. Aber damals habe ich mit dem ATARI meine Lieblings-Strickmuster im ST-Paint-(Schwarzweiß-)Malprogramm verewigt. Der Ausdruck (mit Nadeldrucker) ist sehr winzig. Da muss ich noch mal ran. Aber immerhin, es ist gerettet. Für Armstulpen fände ich das ganz witzig. *zischel*
Welche maximale Zahl an angefangenen Projekten hattet Ihr je oder habt Ihr derzeit in Arbeit? Ab welcher Anzahl Projekte fühlt Ihr Euch dabei unbehaglich?
Herzlichen Dank an Kerstin für die heutige Frage!
Oje. Das passt. Ich habe mir gestern eine Dosis Diclofenac gegeben und gegen alle Vernunft den Isager'schen Solen-Pulli angefangen. Ich habe, glaube ich, im Augenblick sieben oder acht angefangene bzw. todgeweihte Strickprojekte und fühle mich dezent unwohl damit. Aber das ist nun mal der Normalzustand. Und Verdrängung gibt es ja auch noch! ...wenn das Wollschaf mich nicht dauernd an so was erinnert...
Und dann noch die Strickerei mit kleinen Nadeln plus einem Häkelauftrag, der mir echt den Rest gegeben hat.
Bevor ich nun also ein paar Tage nur noch spinne, musste ich noch schnell das herrliche Art-Yarn, das die Karin gemacht hat, verwursten - es war an der Zeit, nachdem ich das monatelang bewundernd angestarrt habe...

Mit 8er Nadeln war der natürlich schnell fertig. Und Nein! Der Schal ist ganz gerade gestrickt, das Foto täuscht.

Angemessene Form, finde ich...

Der Tipp mit dem Vlies war Gold. Danke! Der alte, dünne Rest Vlieseline tat es!

Das Futter wurde auch verstärkt und mit der Maschine genäht

Die Stickerei dann von außen mit Stickgarn genäht.

Fertig! Das werde ich natürlich verschenken.

Wie gesagt, mit 6-fachem Sockengarn dürfte das noch besser gehen...

Das ist eine meiner Ablenkungen. Wie gesagt, als ich die Socken angefangen hatte, ist mir plötzlich wieder der Plan mit der Stickerei eingefallen.

Die Größe beträgt 16 x 18 cm und es wird ein Brillenetui mit 8 x 17 cm daraus (die Anregung stammt von Kaffe Fassetts Glorious Needlepoint - ich habe schon zwei Etuis nach Mustern vom Fassett gemacht (vor meiner digitalen Foto-Zeit)). Dieses "Muster" hier ist eher durch den Farbverlauf inspiriert.

Der Stand nach zwei Abenden. Der obere Rand wird 1 cm breit nach innen umgeklappt (nachdem das Futter eingenäht wurde).

Die Rückseite. Ich habe das im echten Gobelinstich gestickt, denn dieses Sockengarn ist schon einen Hauch zu dünn (Sechsfaches wäre sicher besser!) und außerdem soll das Etui ja Stand haben. Vielleicht kleistere ich die Rückseite oder lege eine Plastikfolie zwischen Stickerei und Futter ein - oder beides.
Bloß, ob ich dann Lust auf die Näherei habe - das steht auf einem anderen Blatt...












