
...erst mit den recht kurzen Knitpicks (oderwiedieauchimmerjetztheißen), dann...

mit den langen Kasein-Nadeln.
Erst mal mit 2,75 mm (mal sehen, ob ich eine Rundnadel in dieser Stärke habe).
Ich habe übrigens die Maschen an den Kanten auch kraus gestrickt - entgegen der Anleitung - denn das sah nicht gut aus. Und für alle, die das noch nicht kennen: Acht Maschen im Rund schlägt man am besten an, indem man aus einer Garnschlaufe abwechselnd rechte und linke Maschen herausstrickt. Dann kann man das Rund zusammenziehen. Sehr elegant.
Während der Lektüre einiger Bücher von Stephanie Pearl McPhee, auch unter dem Namen Yarn Harlot bekannt, konnte ich mich in ihren amüsanten Berichten immer wieder selbst erkennen.
Woran merkt Ihr, dass ihr woll- oder stricksüchtig seid? Bei mir äußert es sich beispielsweise darin, dass ich bei einem Ausflug erstmal nachsehe, ob es dort ein Wollgeschäft gibt. Ich beschäftige mich gedanklich schon mit dem nächsten Projekt und der Beschaffung des "Rohstoffes", kaum dass das aktuelle auf den Nadeln ist. Ich hätte gerne ein Schaf ...
Herzlichen Dank an Susanne für die heutige Frage!
Also, wenn ich bei einem Ausflug ein Wollgeschäft entdecke, dann muss ich da schon hinein.
Dass ich generalstabsmäßig Routen entlang solcher Geschäfte entwerfe - so weit geht es dann nun wieder nicht. Na... obwohl. Der "Ausflug" zum Finkhof war schon so eine Aktion.
Woran ich merke, dass ich stricksüchtig bin?
Ich bin unsozial und hocke abends am liebsten zuhause. Wenn ich dann vor der Glotze sitze, würde es mich quälen, nichts in der Hand zu haben.
Die Sucht nach hübschen neuen Klamotten spielt da auch eine Rolle. Und der Wille, Außergewöhnliches selbst zu erschaffen

Interessant - aber nicht dramatisch - ist der deutliche Farbunterschied. Aber es liegen ja auch drei Jahre zwischen diesen Jacken. Das Garn fühlt sich aber auch anders an als die sonstigen Felted Tweed Sachen. Also, hmm, vielleicht ein kleines bisschen mehr Grannenhaare vom Alpaka, würde ich mal sagen.
So richtig in Panik geraten bin ich dann, als der Ärmel länger wurde als mein "alter". Also, eigentlich soll der auch länger werden, bloß habe ich die Zunahmen dafür neu berechnet, also der soll nicht einfach unkontrolliert länger werden. Aber heute, im schwülen Tageslicht mit kühlerem Mütchen, beträgt die Differenz nur etwas mehr als einen Zentimeter - und das kann davon kommen, dass meine Jacke schon gewaschen ist.
Warum ich mit einem Ärmel beginne? Ich habe noch keinen Reißverschluss und will unbedingt alles passend umrechnen - auf den Reißverschluss zugeschnitten.

Jetzt muss ich mich beeilen, denn so viel wartet, gestrickt zu werden. Jedenfalls wird diese Jacke schön dünn werden - dank Sockengarn - und ist damit urlaubstauglich (für nächstes Jahr, natürlich...)

Die kleinen Säue werden zu Schmuck verarbeitet (nicht von mir). Bin mal gespannt, ob sie auch so reißend weggehen wie die Häkelgeweihe...
Außerdem melde ich - Fertig! beim Alpaka-Wollgemisch, das ich einst beim Wollmarkt gekauft hatte. Die Erkenntnis, dass mir Grau nicht sonderlich gut steht, ist zwar alt, hat mich aber nicht abgehalten.

Es sind 500 Gramm in kleineren Strängen. Und die werde ich jetzt alle unterschiedlich bunt einfärben und mir einen Streifenpulli stricken. Jawohl. Dunkles Rotlila, Grün, Türkis, Orange und Pink - so schwebt es mir vor. Jedenfalls kein Grau!












