Ich habe gerade in einem Blog eine Schublade mit selbstgestrickten Socken gesehen. Weil dort einige zusammengelegt waren und andere nur aufeinander gelegt waren meine Frage nun: Wie macht ihr das, legt ihr die selbstgestrickten Socke einfach nur aufeinander, oder legt ihr so zusammen, wie ihr das bei den gekauften macht? Und warum macht ihr das so?
Hmpf...

Ich bin unheilbar chaotisch. Keine Chance, die Socken einfach nur zusammenzulegen. Ich will darin wühlen. ("Wühlen wie ein Maulwurf!" - Dagobert Duck)
Gerade jetzt - da ich eine neue Schublade habe, bin ich dazu übergegangen, wenigstens die frisch gewaschenen hinten rein zu werfen, damit ich nicht immer die gleichen abnutze. Das war's dann aber schon mit "Ordnung".
...außerdem ist Wolle dauerelastisch (grummel, maul)

Weil es gerade mal nicht geregnet hat, bin ich hinausgesprungen und habe schnell ein paar Selbstauslöser-Fotos geknipst.

In Wirklichkeit ist der Pulli noch viel schöner (man muss gar nicht so steif stehen ;-) und kann sich bewegen).
Netto wiegt der Pulli nur knappe 350 Gramm, aber ich habe dennoch vier Regenbogen-Kaunis angenagt (das heißt aber auch, dass ich jetzt viele leckere Reste habe - wer weiß, was entsteht...).
Gestrickt mit 3er Nadeln nach diesem Muster und eigenem Schnitt. Die Ärmel wurden selbstverständlich gemeinsam gestrickt, die sind farblich gleich.
Sehr schön, bunt und fröhlich, der wird mir die letzten Wintertage versüßen!
Die Original-Lindisfarne-Farben finde ich aber viel schöner, weil die keltische-Handschritften-Imitation so gelungen ist, das sei hier schon gesagt. Aber so habe ich den ja schon mal gestrickt. Und dieses Muster schien sich zu eignen, weil ich mit eingebildet habe, dass erstens die Kauni-Farbrapporte immer gleich lang sind. (ha). Und zweitens dass die helle und dunkle Farbe (einigermaßen) gleich verteilt ist (ha). Also dachte ich, wenn ich mit K... äh Goldbraun und Grün anfange, wird das auch wieder zusammentreffen (ha). Auf dem Foto ist scheinbar ein guter Kontrast zwischen Goldbraun und Hellblau. Das täuscht.

Dieses kleine Knäuel Goldbraun habe ich "herausgerissen". Das mache ich jetzt immer, wenn die Farbe wieder kommt. Ich messe einfach die Länge an dem Knäuel ab. Und werfe es weg. Sonst wäre da zu viel K...
Die Jacke wird diesmal ein Sack. Nur bei den Armausschnitten werde ich eine Ecke einarbeiten und die Ärmel ein wenig näher an den Schultern annähen. Aber es bleibt ein Sack. Das passt einfach am besten zu dem Muster. Da gibt es keine Alternative (wenn man erst nach einem etwa DIN A4 Chart eine Wiederholung hat...)
Und na-tür-lich hat mich Michaelas Alba inspiriert!
Heldenfabrik gefunden bei Frau Blaseblog

Riesen-Aufwand, Riesen-Gemurkse. Weil mir beim ersten Socken nach einer Weile das simple "Ich-genieße-den-Farbverlauf" zu langweilig war, habe ich die Reste auseinandergerissen (in der Mitte war sowieso ein Knoten) und neu verteilt. Im Stilgefühl der frühen Siebziger Jahre (räusper).
Ein Rest von gerade mal Walnuss-Größe dient nun für Experimente mit der Strickmaschine.
Das war aber eine gute Gelegenheit, den Toe-up-Anschlag mit den um zwei Rundnadeln gewickelten Achter-Touren mal zu üben. Beim neu angefangenen Mittagspausen-Paar (aus Lana Grossa) habe ich die anschließenden Zunahmen noch perfektioniert ...
Dafür hier Clapotis:

(Äääh, habe ich schon ein Doppelkinn? ... ... ... seufz)
Gestrickt mit 3er Nadeln und wenig mehr als 100 Gramm Noro-Sockenwolle. Da so viel übrig war - meiner Meinung nach reicht ein Schal dieser Länge bzw. ich mag das so - mache ich nun doch ein Paar Socken. Weil das in der Mittagspause eine gute Beschäftigung ist, habe ich mich heute auch gleich mit zwei neuen Lana-Grossa-Sockenknäueln eingedeckt.












