Vor etlichen Wochen lautete die Frage, wo überall das Strickzeug dabei ist. Hand auf's Herz: Was war der unmöglichste Ort, an dem ihr schon mal gestrickt habt?
Jetzt grüble ich schon ein paar Minuten und mir scheint, es gibt gar keinen unmöglichen Ort zum Stricken (nicht bei mir zumindest). Es gibt allerdings unmögliche Situationen.
Mir ging es so, als ich einen Tag nach meiner letzten Operation endlich nach Hause wollte, denn die Dame in meinem Zimmer war zwar nett und ziemlich krank (ich weiß nicht ob sie die Nieren-OP überlebt hat), aber sie hat mich gar nicht mehr in Ruhe gelassen. :-(
Blablabla. Also bin ich - gleich nachdem mir der Katheter gezogen wurde - aufgesprungen und mit einem Sockenstrickzeug im Krankenhausflur auf und ab gegangen.
Unmöglich... denn die Dame hat mich später aufgestöbert, ein paar Runden Schritt gehalten und weitergelabert.

Schon viel besser! Nachdem ich alles wieder aufgetrennt hatte, habe ich das Garn dreifach genommen und nun ist die mysteriöse Stola aus einem Guss (will heißen: die Perlen passen nun zur Garnstärke).
Ja, ich bin auch kein Typ, um so was zu tragen, aber wahrlich der Typ, der sich von so einer Bastelarbeit fesseln lässt. Ich habe mich pro Abend auf einen "Clue" beschränkt, bin aber nun beim mittleren Teil angelangt, der stillgelegt auf seinen Gegenpart wartet, um per Maschenstich verbunden zu werden.

Das Blau ist in Wahrheit etwas dunkler.

Schon den zweiten Sonntag im Biergarten gespeist! Ich weiß nicht, ob es im November hier jemals so schönes Wetter gab.
Und dank des neuen Radls (DANKE GG) war ich auch gar nicht außer Puste ... obwohl wir diesmal bis Siegertsbrunnn gefahren sind.
(Das ist ein SIV, an dem Mann - und ein Wurschtsalat in dem Mann :-)

Und zur Illustration hier ein paar Häkelnadeln, monströs vergrößert.
Die linke ist eine 0,75er, mit der mittleren arbeite ich gerade, die ist fast einen kleinen Hauch grober, und rechts (das sieht man nicht gescheit) die hat sogar noch eine Zunge, wie eine Knüpfnadel - also wirklich zum Seidenstrumpf-Reparieren geeignet...

Sodele, auf spezielle Anfrage von Frau Bienenweide, Bienenfreund, Büschelschön oder Büschelblume :-)
Ich habe nun schon zwei Mustersätze für die Doppelstrick-Decke fertig (hier zur Hälfte zusammengelegt - das Ding wird bald völlig unfotografierbar!). Die Decke misst 140 cm in der Breite. Und wenn ich brav bin und schön weiter mache, werden neun Mustersätze schließlich gute 200 cm lang werden. Ja, das wird schön warm!
Kritische Stimmen könnten hier anmerken, ich hätte doch das Blumenmuster versetzt stricken sollen. Tja, diesen sage ich hier nur entschuldigend, dass ich mich leider nicht auch noch um Rapport-Anfänge kümmern kann - ich bin schon froh, dass es jetzt einigermaßen zügig und ohne allzu große Hirnverrenkungen vorangeht.... :-)
Aber sooo viel "Naturnachahmung" ist hier eh nicht gefragt.












