Wann, wie und durch wen hast du stricken gelernt?
Das war in der Schule. Aber dank ziemlich doofer Handarbeitslehrerinnen und quälender Projekte ging die Kenntnis erst mal schnell wieder flöten. Das war dann wohl so ca. 1972.
[Also, die Idee, gleich als erstes eine Mütze und dann Socken für Volksschulkinder zu planen ist irre. Entsprechend waren dann meine Ergebnisse.. Die Mütze wurde zwar von meiner Mutter lange getragen, sah aber eigentlich schrecklich aus. Die Socken waren gelb (meine damalige Lieblingsfarbe) und entsprechend angegraut von schweißigen Kinderhänden. Zur Benotung habe ich nur den zweiten Socken vorgelegt (weil der erste brutalst unregelmäßig war) und wohl noch einen Dreier kassiert.]
Später im Gymnasium mussten wir kleine Musterproben-Läppchen stricken. Das Patentmuster hatte ich nicht kapiert und musste es mir heimlich von einer Schulfreundin stricken lassen. Es war ein Graus.
So richtig habe ich dann erst 1978 angefangen, da musste ich meine Mutter und meine Oma zu Rate ziehen. Dank der Tschibo-Bücher (ja, die, welche man immer noch massenhaft auf Flohmärkten kaufen kann) und Nicole- oder Carina-Heften konnte ich meine Technik erweitern und schnell wurde der erste Intarsienstrick gemacht.

Das ist Majs aus dem INKA-Buch von der Frau Isager. Ich finde den Pulli äußerst alltagstauglich - für meine Verhältnisse fast schon ein wenig zu normal - so zu Jeans. Es ist halt eine ganz andere Farbwelt als meine übliche (mein Mann meinte eben: "Nicht so päpstlich-kardinal-ig" oder so ähnlich). Die Dreiviertelärmel sind noch akzeptabel kurz und die Fledermausflügel nicht störend. Echt okay, dieses Modell.
Auch wenn diese Anprobe angenehm war (der Pulli war noch leicht nass), wandert das Stück nun in die Herbst-Kiste.



Später am Abend, während ich den Beleg gestrickt habe, musste ich entdecken, dass ich überall eine viel zu große Stichlänge eingestellt hatte - einzelne Fäden lösten sich! Horror!
Ich bin dann noch mal zur Nähmaschine gerannt und hoffe jetzt, dass alles hält.
Aber erst muss der Pulli jetzt gewaschen werden, um die Unterschiede auszugleichen...

So sieht es in Schweden aus. Herrlich einsam und voller Wasser (hier abends um neun). Richtige Abenteuer haben wir da nicht erlebt. Bis auf eines...

Irgendwann gegen Ende unserer Reise hatten wir beschlossen, mal diese (unsäglichen) Köttbullar zu probieren. Als mein Mann noch auf die Getränke gewartet hat, hat sich diese Ente schon mal mir gegenüber gesetzt und mit den Pommes angefangen.
Ich habe vielleicht gekreischt. Da wich sie ganze fünf Zentimeter zurück. Auch Händewedeln direkt vor dem Schnabel konnte sie nicht vertreiben. Dreist! Ein Passant musste sie dann am Hals packen (ich hatte schon Angst, er dreht ihn ihr um) - ich immer noch »kreisch-kicher« - dann wurde Enten-Werfen gespielt.
Das hat die Gute nicht daran gehindert, nach drei Minuten wieder aufzutauchen und woanders zu betteln. :hihi:

Und sonst?

Dinge, die wir nicht gegessen haben. ;)

Ein Freilichtmuseum, sehr nett.

Nächstes Jahr freue ich mich wieder auf mehr "Kultur", ehrlich!
Zuerst aber werde ich einfach mal einige Wollschaffragen beantworten.
23/2008:
Was habt ihr denn so für Lieblings-Sockenwolle? Für Winter- & Sommersocken ist das bei mir immer unterschiedlich, weil ich im Sommer lieber kurze kühlende Socken hab.
Das hängt von mir weniger vom Material ab - obwohl - halt! Diese Baumwollene, die mit dem extra weißen Faden, die finde ich grässlich, die kommt bei mir nicht auf die Nadeln (Umso dankbarer bin ich im Sommer für die zwei Paare, die mir einst die (Original-) Wollmaus gestrickt hatte.
Und ansonsten lege ich Wert darauf, dass sich das Garn gut verstricken lässt (falls ich Muster mit der Hand stricke). Bloß weiß man das nicht immer vorher. Gelegentlich trenne ich den Anfang dann gleich wieder auf und verwende es für Maschinensocken.
24/2008:
Dank Internet stehen einem mittlerweile Anleitungen in den verschiedensten Sprachen zur Verfügung. Nach welchen Sprachen hast du schon gestrickt? Beherrschst du diese Sprachen?
Besonders exotische Anleitungen habe ich noch nicht probiert. Eigentlich beherrsche ich außer Deutsch nur Englisch, das dann aber schon richtig.
25/2008:
Hast du mal Strickkurse besucht? Wie gefiel dir das, was hast du dabei konkret gelernt?
Nä. Never - und die Handarbeitslehrerinnen in der Schule haben mir wahrlich gereicht. :nanana:
26/2008:
Viele Strickerinnen schreiben in ihren Blogs dass zur Fertigstellung noch das Vernähen der Strickstücke anstehen würde. Anscheinend macht das ja keiner so gerne... Ich frage mich, wie bei Socken die Anfangs- und Endfäden "vernäht" werden, da hat man ja keine Naht, wo man den Faden verstecken kann.
Kann vielleicht mal jemand sein "Innenleben" der Socken fotografieren und zeigen?
Ich vernähe gerne - richtig gerne.
Bei Socken ist das aber wirklich etwas tricky. Ich nähe meist innen entlang der "Rippe" einer rechten Masche und noch (mindestens) einmal zurück. Bei fehlenden Rippen nähe ich schräg in den linken Maschen und wieder zurück. Bei toe-up-Socken mache ich oben meist einen italienischen Abschluss, dann nähe ich in dem "Hohlraum" hin und her.












